Über mich
Omas Rezeptbuch ist eine Erinnerung an meine Oma. Und weil ich weiß, wie wichtig die Menschen hinter den Rezepten sind — erst kurz: wer bin ich?
Ich bin Bernd
Meine Oma nannte mich immer Bernie. Jahrgang 1964, also das, was man heute einen Babyboomer nennt. Ich bin in Berlin geboren, genauer in Berlin-Kreuzberg, in der Bergmannstraße. Damals gab es noch Hausgeburten; ich kannte sogar noch meine Hebamme, die uns gegenüber wohnte.
Ich habe tatsächlich ein Bild meines Elternhauses gefunden. Die Fleischerei gab es noch als ich dort gewohnt habe. Ich kann mich noch sehr gut an die für uns Kinder sehr gewöhnungsbedürftigen Gerüche erinnern.
Uns Kinder hat viel mehr die nächste Eislieferung interessiert, welches die Fleischerei für ihre Kühlung brauchte. Da fielen immer ein paar große Brocken ab, mit den wir dann spielen konnten.
Aber ich schweife ab…

Ansichtskarte Schlächterei Richard Riemer, Bergmannstraße | Datenpartner: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum | Lizenz: http://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/ | URL: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/HNFIZTP47YFB33DQDBF5PXHICWS5G6AS
Ich bin in Kreuzberg zur Schule gegangen und habe Abitur gemacht. Irgendwann habe ich Physik studiert, danach sehr lange in der Pharmaindustrie gearbeitet. Jetzt bin ich auf dem Weg in Richtung Rente.
Ich habe drei Kinder — und inzwischen auch eine Enkeltochter. Familie ist für mich das Wichtigste im Leben. Und deshalb spielen Oma und Opa in meiner Geschichte eine so große Rolle.
Warum dieses Projekt?
Omas Rezeptbuch ist eine Erinnerung an meine Oma.
Sie hieß Gertrud. Aber ihre Freundinnen — und sie hatte einige — nannten sie Tutti. Deshalb werdet ihr hier immer wieder den Namen Tutti lesen. Ich fand das als Kind schon herrlich.
Tutti hatte etwas Fröhliches. Wenn ihre Freundinnen zur Kaffeerunde kamen, hieß es nur: „Tutti hier, Tutti da — Tutti, wie kochst du das eigentlich? Tutti, wie machst du das?“ Die Frauen hatten immer ein Thema: Kochen und Backen. Und ich saß als kleiner Piepel dazwischen, mit großen Augen, und hörte den Damen zu.
Ich durfte dabei sein — und ich durfte schon Kaffee trinken. Mit ganz, ganz viel Zucker. Ich war vielleicht acht Jahre alt, und meine Mutter durfte davon nichts wissen. So war meine Oma: Bei ihr war erlaubt, was es zu Hause nicht war.
Und vor allem konnte sie kochen — wie eine Göttin. Wenn ich zu ihr nach Hause kam, stand sie an ihrer Kochmaschine. Am Anfang wurde die noch mit Holz befeuert, und es dampfte und brodelte überall. Irgendwann kam ein Gasherd dazu, fast eine Sensation. Aber eigentlich liebte sie ihre Kochmaschine — sie spendete ja auch Wärme. Die Winter in Berlin waren damals kalt. Und trotzdem war die Wohnung meiner Oma für mich immer warm.
Diese Erinnerungen aus meiner Kindheit will ich mit diesem Projekt am Leben halten. Weil es so viele schöne Geschichten gibt, die ich erzählen kann — und die sich mit den Erinnerungen anderer decken. Wenn die an ihre Omas denken, haben sie ähnliche Gefühle. Und die sind meistens mit Essen verbunden.
Denn genau diese Rezepte verlieren an Wichtigkeit. Heute kocht kaum noch jemand einen Rotkohl selbst — frisch gehobelt, der dann stundenlang im Topf brodelt. Ich sehe ihn noch vor mir. Als Kind war ich so ungeduldig: „Wann ist er denn endlich fertig?“ Und dann dieser Duft — nach Zimt und Nelken, besonders zur Weihnachtszeit. Zu Weihnachten gab es bei meiner Oma nichts anderes. Das war oberstes Gesetz.
Disclaimer
Einige der erstellten Inhalte sind mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wordeb. Ich kein guter Fotograf und wenn ich mir die Bilder meines Essens anschaue, dann sind die nichts für die Öffentlichkeit.
Aber ich gelobe Besserung und versuche auch hier hinzuzulernen und besser zu werden. Ich habe da schon einige Pläne. Lasst euch überraschen.-