
Jedes Mal, wenn der März ins Land zieht und der Duft von frischem Bärlauch durch den Wald zieht, muss ich an Biancas Lachen denken. Bianca war eine uralte Freundin meiner Oma, eine echte Römerin und, wenn man Oma glauben darf, eine der wunderbarsten Köchinnen, die je einen Kochlöffel geschwungen haben.
Oma erzählte mir oft, wie dieses ganz spezielle Rezept für das Bärlauchpesto seinen Weg in ihr handgeschriebenes Buch fand. Es war an einem sonnigen, aber noch kühlen Nachmittag im frühen Frühling. Bianca war zu Besuch und saß in der gemütlichen Wohnküche, während Oma gerade von ihrem täglichen Spaziergang zurückkam.

Sie trug ihre alte Weidenkiepe, und darin lag ein riesiges Bündel leuchtend grüner, duftender Bärlauchblätter. ‚Für den Salat heute Abend‘, erklärte Oma stolz und fügte mit ihrem typischen, weisen Lächeln hinzu: ‚Mutter Natur hält so vieles für uns bereit, mein Kind. Man muss nur die Augen aufmachen, es erkennen und sich bücken.‘
Biancas dunkle Augen blitzten auf, als sie den Bärlauch sah. Sie schnupperte und sagte mit ihrem charmanten italienischen Akzent: ‚Ma Anna, das ist ja ein Schatz! Aber Salat? Nein, daraus machen wir etwas viel Besseres! Hast du Pinienkerne und einen guten Parmesan?‘
Gesagt, getan! Es war ein Bild für die Götter: Die deutsche Oma und die italienische ‚Nonna‘, Schulter an Schulter am Mörser. Während Bianca den Bärlauch mit Olivenöl und Nüssen zu einer cremigen, smaragdgrünen Paste verarbeitete, buk Oma eilig ein frisches Weißbrot auf.
Als der Duft von warmem Brot und würzigem Pesto die Küche erfüllte, wussten beide: Das ist der Geschmack des Frühlings. Seit diesem Nachmittag gab es bei uns ab März immer Bärlauchpesto. Es war die perfekte Verschmelzung von Omas Liebe zur heimischen Natur und Biancas italienischer Leidenschaft – und für uns Enkel der Startschuss in die warme Jahreszeit.
Omas Pesto Rezept
Omas Pesto Rezept
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Bärlauch waschen und trocken tupfen. Stiele grob entfernen, falls sie sehr dick sind.
- Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Gut aufpassen, sie brennen schnell an!
- Bärlauch, Pinienkerne, Parmesan und Knoblauch in einen Mixer oder ein hohes Gefäß geben. Ich persönlich bevorzuge die Handarbeit in einem schönen Mörser.
- Einen Teil des Olivenöls dazugeben und alles fein pürieren. Nach und nach das restliche Öl einfließen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken.
Notizen
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Let us know how it was!Zutaten:
- 100 g frischer Bärlauch
- 50 g Parmesan (frisch gerieben)
- 30 g Pinienkerne (alternativ: Walnüsse oder Sonnenblumenkerne)
- 100 ml gutes Olivenöl
- 1 kleine Knoblauchzehe (optional)
- Salz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Ein Spritzer Zitronensaft (nach Geschmack)
Zubereitung:
- Bärlauch waschen und trocken tupfen. Stiele grob entfernen, falls sie sehr dick sind.
- Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Gut aufpassen, sie brennen schnell an!
- Bärlauch, Pinienkerne, Parmesan und Knoblauch in einen Mixer oder ein hohes Gefäß geben.
- Einen Teil des Olivenöls dazugeben und alles fein pürieren. Nach und nach das restliche Öl einfließen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken.
Tipp:
Das Pesto hält sich im Kühlschrank etwa 1–2 Wochen, wenn es in ein sauberes Glas gefüllt und mit einer Schicht Olivenöl bedeckt wird. Es schmeckt herrlich zu Pasta, auf geröstetem Brot oder als Frühlingskick in Kartoffelgerichten!
